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Kinesio-Tape kann über bestimmten Muskeln angelegt werden, um die Kontraktion bei schwachen, hypotonen Muskeln zu unterstützen oder die Entspannung bei verspannten, hypertonen Muskeln zu fördern. Die Anlagerichtung bestimmt dabei die gewünschte Wirkung: Taping vom Ursprung zum Ansatz unterstützt die Muskelaktivierung, während Taping vom Ansatz zum Ursprung eher entspannend wirkt.

Diese Seite bietet eine visuelle Übersicht über einige der beim Hund am häufigsten getapten Muskeln. Bei jedem Muskel wird die Position des Tapes am Skelett dargestellt, um den Muskelverlauf zu verdeutlichen. Daneben sehen Sie ein Foto der entsprechenden Tape-Anlage am Hund.


Erector spinae

Verläuft beidseits entlang der Wirbelsäule. Taping in diesem Bereich wird häufig eingesetzt, um den Rücken zu unterstützen oder die entlang der Wirbelsäule verlaufende Haltemuskulatur zu aktivieren.

Tape-Position über dem Erector-spinae-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Erector-spinae-Muskel beim Hund angelegt

Brachiocephalicus

Verläuft vom Schädel entlang der seitlichen Halsregion. Das Tapen dieses Muskels kann die Kopf- und Halshaltung unterstützen oder seine Funktion beim Vorführen der Vordergliedmaße fördern.

Tape-Position über dem Brachiocephalicus-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Brachiocephalicus-Muskel beim Hund angelegt

Trapezius (Hals- und Brustanteil)

Verläuft V-förmig vom Hals und oberen Rücken zum Schulterblatt. Taping kann die Schulterstabilität sowie die Haltung von Hals und oberem Rücken unterstützen.

Tape-Position über dem Trapezius-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Trapezius-Muskel beim Hund angelegt

Deltoideus

Bedeckt den Schulterpunkt. Taping in diesem Bereich kann die Schulterstabilität unterstützen oder die Funktion des Muskels bei der Flexion des Schultergelenks fördern.

Tape-Position über dem Deltoideus-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Deltoideus-Muskel beim Hund angelegt

Latissimus dorsi

Ein breiter Muskel, der von der thorakolumbalen Region bis zum Humerus verläuft. Taping kann die Flankenregion unterstützen und die Funktion des Muskels beim Zurückführen der Vordergliedmaße fördern.

Tape-Position über dem Latissimus-dorsi-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Latissimus-dorsi-Muskel beim Hund angelegt

Triceps brachii

Verläuft an der Rückseite des Oberarms über den Ellenbogen. Taping unterstützt die Streckung des Ellenbogens und kann bei Schwäche oder Instabilität der Vordergliedmaße hilfreich sein.

Tape-Position über dem Triceps-brachii-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Triceps-brachii-Muskel beim Hund angelegt

Supraspinatus

Liegt über dem vorderen Rand des Schulterblatts. Taping wird hier häufig eingesetzt, um die Schulterstabilität und einen angenehmeren Bewegungsablauf zu unterstützen.

Tape-Position über dem Supraspinatus-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Supraspinatus-Muskel beim Hund angelegt

Infraspinatus

Liegt direkt hinter dem Supraspinatus auf dem Schulterblatt. Taping unterstützt die Schulterstabilität, insbesondere die Funktion des Muskels bei der Außenrotation des Gelenks.

Tape-Position über dem Infraspinatus-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Infraspinatus-Muskel beim Hund angelegt

Gastrocnemius

Verläuft an der Rückseite der Hintergliedmaße bis zur gemeinsamen Kalkaneussehne (Achillessehne). Taping unterstützt die Wadenmuskulatur und kann zur Stabilität des Sprunggelenks beitragen.

Tape-Position über dem Gastrocnemius-Muskel, am Skelett dargestellt
Tape über dem Gastrocnemius-Muskel beim Hund angelegt

Quadrizeps

Bedeckt die Vorderseite des Oberschenkels und spielt eine wichtige Rolle bei der Streckung des Kniegelenks sowie bei der Führung der Patella. Taping wird häufig zur Unterstützung nach Knieverletzungen oder bei Patellaluxation eingesetzt.

Tape-Position über dem Quadrizeps, am Skelett dargestellt
Tape über dem Quadrizeps beim Hund angelegt

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Wichtige Hinweise

  • Bestimmen Sie vor der Wahl der Taping-Richtung, ob ein schwacher Muskel aktiviert oder ein verspannter Muskel entspannt werden soll. Eine Anlage in der falschen Richtung kann dem gewünschten Effekt entgegenwirken.
  • Lassen Sie anhaltende Muskelschwäche, Schmerzen oder Asymmetrien zunächst von einem Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten abklären.
  • Achten Sie darauf, dass die Haut vor dem Anlegen des Tapes sauber, trocken und frei von Reizungen ist.

Weitere Informationen:

Bitte beachten Sie, dass die auf unserer Website beschriebenen Anwendungen nicht klinisch nachgewiesen sind. Alle genannten Anwendungen basieren auf umfangreichen Auswertungen und Fallbeispielen mit approbierten Tierärzten und/oder Hundephysiotherapeuten. Lassen Sie die Ursache einer Lahmheit immer tierärztlich abklären, bevor Sie Tape anlegen.
Achtung: Bei Verwendung der Inhalte dieser Seite ist die Quellenangabe verpflichtend.