FAQ
Tipps zum Taping bei Hunden
Häufig gestellte Fragen zum Taping bei Hunden – zu Kontraindikationen, Farbauswahl, Lymphtaping und Fellbeschaffenheit – beantwortet von erfahrenen Tierphysiotherapeuten.
Welche Kontraindikationen gibt es beim Taping von Hunden?
- Offene Wunden, Fieber, Thrombosen, Allergien, Hautreizungen, bakterielle Infektionen, akute Entzündungen, Pilzinfektionen und Räude.
- Krebs, Melanome und Tumore. Eine entsprechende Diagnose wird häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt gestellt. In der letzten Phase kann Taping möglicherweise unterstützend eingesetzt werden. Da die Wirkung auf den Tumor auch negativ sein kann, sollte eine Anwendung immer in Absprache mit dem Besitzer und/oder Tierarzt erfolgen.
- Narben, die älter als zwei Wochen sind.
- Trächtigkeit und Laktation, ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt.
- Wenn der Hund durch das Tape Juckreiz entwickelt, sollte das Tape entfernt werden.
- Bei akuten Frakturen, Muskel- und Sehnenrissen oder ungeklärter Lahmheit, beispielsweise bei Verdacht auf einen Riss oder Bruch, sollte zunächst nicht getapet werden. Lassen Sie die Situation vor der Erstellung eines Behandlungsplans tierärztlich abklären.
- Diabetes, immer in Absprache mit dem Tierarzt, da Schwankungen des Glukosespiegels auftreten können.
Welche Kontraindikationen gibt es beim Lymphtaping?
- Bei Tieren mit beeinträchtigtem Abfluss oder gestörter Durchblutung ist besondere Vorsicht geboten. Gegebenenfalls sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden. Dies gilt insbesondere bei Nieren-, Lymph- und Herzproblemen, bei trächtigen Hündinnen sowie bei älteren Hunden, da sich die Geschwindigkeit des Lymphflusses und die Durchblutung erhöhen können.
- Fieber, Thrombosen, wässrige Ödeme, systemische Ödeme, Rotz, große Blutgefäße, absolute Wasserscheiden und der Kronrand.
Beeinflussen die verschiedenen Farben von VetkinTape® die Behandlung?
- Manche Anwender wählen die Farben nach den Grundgedanken der Farbtherapie und berücksichtigen dabei den Hund sowie das Ziel der Tape-Anwendung. Rot wird dabei mit Wärme und Aktivierung verbunden, Blau eher mit Kühlung und Fluss.
- Einige Fachkräfte berichten, dass die Farbe des Tapes einen Einfluss haben kann. Rot wird mit Wärme verbunden, Blau mit Kühlung und Entlastung und Grün mit Ruhe und Ausgeglichenheit.
- Darüber hinaus wird teilweise beobachtet, dass dunklere Farben, insbesondere Schwarz, etwas besser haften als hellere Farben.
Gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Hunden oder Felltypen?
Einige Anwender beobachten, dass Unterschiede vor allem mit dem Gemütszustand des Hundes zusammenhängen. Teilweise wird auch berichtet, dass Hunde selbst eine Präferenz für bestimmte Farben zeigen.
Kann die Wirkung je nach Art der Verletzung unterschiedlich sein?
Je nach Art der Verletzung kann die Tape-Anwendung unterschiedlich wahrgenommen werden. Bei überlasteter Muskulatur, die sich bereits sehr warm anfühlt, vermeiden manche Anwender beispielsweise Rot oder Orange und verwenden stattdessen eher Blau oder Grün.
Welche Gründe kann es geben, dass VetkinTape® nicht gut haftet und sich schnell löst?
- Fellbeschaffenheit, Felllänge oder Verschmutzungen im Fell, beispielsweise Sand.
- Der allgemeine Zustand des Hundes sowie Medikamente, Operationen und eine ungeeignete Ernährung können die Fellbeschaffenheit beeinflussen.
- Auch die Umgebungstemperatur spielt eine Rolle. Bei sehr warmem Wetter können Hunde unter dem Tape stärker schwitzen.
- Auch die Lagerung des Tapes ist wichtig. Lassen Sie es bei sehr warmem oder kaltem Wetter nicht im Auto liegen, da dies das Material und die Klebkraft beeinträchtigen kann.
- Bei manchen Hunden, beispielsweise Windhunden, kann das Tape sehr stark haften, wodurch das Entfernen unangenehm oder schmerzhaft sein kann.
Bei Ödemen wird häufig beobachtet, dass das Tape allein nicht immer ausreichend haftet. Kann eine manuelle Ödembehandlung vor dem Taping sinnvoll sein?
- Bei lymphatischen Beschwerden kann es sinnvoll sein, zunächst manuell zu behandeln, gegebenenfalls ergänzt durch Laser- und/oder pulsierende Magnetfeldtherapie. Dadurch lässt sich besser einschätzen, wie das Lymphsystem reagiert und an welcher Stelle eine Tape-Anlage sinnvoll beginnen kann. Ein ausreichender Abfluss sollte gewährleistet sein, bevor gezielt mit Lymphtaping gearbeitet wird.
- Lymphtaping erfordert spezifisches Fachwissen und Erfahrung. Bei der Behandlung entsprechender Beschwerden kann die Einbeziehung eines erfahrenen Lymphtherapeuten eine sinnvolle Ergänzung des Behandlungsprozesses sein.
Müssen Hunde für eine Medical-Taping-Behandlung geschoren werden?
- Langhaarige Rassen oder Hunde mit sehr dichter Unterwolle sind schwieriger zu tapen, beispielsweise Neufundländer, Akita oder Berner Sennenhunde. Häufig muss individuell ausprobiert werden, wie gut das Tape hält. Wenn keine Hautreizungen auftreten, kann eine Anwendung dennoch möglich sein. Gegebenenfalls können zusätzliche Anker verwendet werden.
- Rassen wie Labrador, Jack Russell oder Rottweiler lassen sich in der Regel gut tapen. Auch Hunde, deren Fell am Rücken kürzer ist als an den Beinen, eignen sich häufig gut, beispielsweise Cocker Spaniel oder Heidewachtel.