✓ Professionelle Taping-Produkte für Tiere
✓ Vor 21:30 Uhr bestellt, heute raus
✓ GRATIS Versand ab 50 €

Hüftgelenkschmerzen kommen bei Hunden häufig vor, insbesondere bei Arthrose, Hüftdysplasie oder muskulären Überlastungen rund um das Gelenk. Die Sterntechnik ist eine einfache Kinesio-Taping-Anwendung, die Beschwerden lindern kann, indem die Haut direkt über dem schmerzhaften Gelenk stimuliert wird.

Das Tape wirkt nicht selbst wie ein Schmerzmittel. Die Stimulation der Hautrezeptoren kann jedoch die Weiterleitung von Schmerzsignalen auf Rückenmarksebene beeinflussen – ein Effekt, der durch die Gate-Control-Theorie beschrieben wird. Dadurch kann die Anwendung eine niedrigschwellige, nicht-invasive Ergänzung zu einem bestehenden Behandlungsplan bei chronischen Gelenkschmerzen sein.

Wann diese Anwendung geeignet ist

Die Sterntechnik eignet sich bei lokal begrenzten Gelenkschmerzen, deren Ursache bereits tierärztlich diagnostiziert wurde. Sie sollte niemals als erste Maßnahme bei einer ungeklärten Lahmheit eingesetzt werden, da eine geringere Schmerzwahrnehmung dazu führen kann, dass der Hund ein instabiles oder verletztes Gelenk stärker belastet.

  • Chronische Schmerzen im Hüftgelenk (z. B. Arthrose, Hüftdysplasie)
  • Muskelzerrungen oder Verspannungen im Bereich der Hüfte
  • Unterstützung nach erfolgter Diagnose als Ergänzung zur tierärztlichen Standardbehandlung
  • Nicht geeignet bei: ungeklärter Lahmheit, Frakturverdacht, offenen Wunden, Hautreizungen oder Ödemen im Anwendungsbereich (bei Ödemen stattdessen den Lymphschnitt verwenden)
Letzten Tape-Streifen anlegen und Kleber aktivieren

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Gelenk palpieren. Tasten Sie mit leichtem Druck den schmerzhaften Punkt rund um das Hüftgelenk ab. Kontrollieren Sie vor Beginn, ob die Haut intakt und trocken ist – bei gereizter oder frisch rasierter Haut sollte nicht getapet werden.

    Schmerzhaften Punkt am Hüftgelenk lokalisieren
  2. Tape abmessen und zuschneiden. Schneiden Sie fünf bis sechs gleich lange, an die Größe Ihres Hundes angepasste Tape-Streifen zu und runden Sie die Ecken ab.

    Tape für die Sterntechnik abmessen und zuschneiden
  3. Trägerpapier entfernen. Reißen Sie das Trägerpapier in der Mitte jedes Streifens ein und halten Sie das Tape an beiden Enden fest – diese bilden die Anker und werden ohne Zug angelegt.

    Trägerpapier entfernen und Tape an den Ankern halten
  4. Streifen über Kreuz als X anlegen. Legen Sie die Streifen mit leichtem bis mittlerem Zug kreuzweise an, sodass sich der schmerzhafte Punkt in der Mitte befindet.

    Zwei Tape-Streifen als X über dem Gelenk gekreuzt
  5. Letzten Streifen anlegen. Wiederholen Sie dies mit den übrigen Streifen, jeweils leicht versetzt, bis eine Sternform entsteht und der schmerzhafte Punkt in der Mitte liegt. Reiben Sie die gesamte Anlage gut an, um den Kleber zu aktivieren.

    Letzten Streifen anlegen und Kleber durch Reiben aktivieren
  6. Fertige Tape-Anlage. Die fertige Sterntechnik sollte wie ein gleichmäßiger, symmetrischer Stern aussehen, dessen Mittelpunkt über dem Gelenk liegt.

    Fertige Sterntechnik über dem Hüftgelenk eines Hundes

Beliebte Produkte zum Tapen bei Hüftschmerzen beim Hund

Wichtige Hinweise

  • Wenden Sie die Sterntechnik niemals über einer Schwellung (Ödem) an: Durch die sich kreuzenden Streifen wird Flüssigkeit eher zur Mitte hin als von ihr weg geleitet. Verwenden Sie bei Ödemen stattdessen den Lymphschnitt.
  • Tapen Sie keine ungeklärte Lahmheit, da eine verringerte Schmerzwahrnehmung die Belastung eines instabilen Gelenks erhöhen kann.
  • Achten Sie darauf, dass die Haut vor dem Anlegen des Tapes sauber, trocken und frei von Reizungen ist.
  • Ist das Ödem durch eine Herz- oder Nierenerkrankung verursacht, sollte vermieden werden, Flüssigkeit in Richtung des zentralen Kreislaufs zu leiten.

Weitere Informationen:

Bitte beachten Sie, dass die auf unserer Website beschriebenen Anwendungen nicht klinisch nachgewiesen sind. Alle genannten Anwendungen basieren auf umfangreichen Auswertungen und Fallbeispielen mit approbierten Tierärzten und/oder Hundephysiotherapeuten. Lassen Sie die Ursache einer Lahmheit immer tierärztlich abklären, bevor Sie Tape anlegen.
Achtung: Bei Verwendung der Inhalte dieser Seite ist die Quellenangabe verpflichtend.